NACH DEM FEST IST VOR DEM FEST
13|09|18
 
purzelmarktbanner  Okay, es gibt auch noch andere Feste als Horbacher Weinkerwe. Es gibt zum Beispiel Größere. Und es gibt Ältere. Wie den Purzelmarkt in Billigheim. Der ist ja auch ganz schön. Und als ältestes Volksfest der Pfalz ist er auch in seinem 568. Jahr das Highlight des Kulturkalenders im Nachbardorf.
Damit auch ein so altes Fest immer jung bleibt, muss man ab und zu am Programm und an der Kommunikation arbeiten. Torsten Blank, unermüdlicher Purzelmarktvereinsvorstand, hat uns für ein neues Plakat- und Bannerkonzept wiederholt ins Boot geholt und konzeptionell durchaus maßgeblichen Anteil am Ergebnis. Doch Torsten, als langjähriger Wegbegleiter der Kellergestalter, dünkte, dass selbst seine gute Idee bei uns Partymonstern noch ein klein wenig weiter auf die Spitze getrieben werden könnte.
Bei der freundlichen Dame auf dem Banner handelt es sich übrigens nicht etwa um irgendein gecastetes Model, sondern um den gelungenen Schnappschuss einer langjährigen, tatkräftigen Mitorganisatorin und leidenschaftlichen Purzelmarktgängerin. Was wir deshalb erwähnen, um zu unterstreichen, dass bei uns selbst plakativste Reklame vorzugsweise vor höchst realem Hintergrund stattfindet. Der zunehmenden Bauzaun-G’stellage an regionalen Kreiseln und Ortseingängen stehen wir indes durchaus kritisch gegenüber. Doch wo kein Bürgermeister einschreitet, wollen auch wir nicht lange nörgeln, sondern helfen, aus dem Unvermeidlichen das Beste zu machen. Wir wünschen ein schönes Frühherbstwochenende auf dem Billigheimer Purzelmarkt vom 14. bis 17. September.
 
 
 
JAGDAUSFLUG NACH RHEINHESSEN
10|07|18
 
 Horrido! lautet ein traditioneller Jagdausruf. Leidenschaftliche Jägerinnen sind die Geschwister Schales vom gleichnamigen, traditionsreichen Weingut in Flörsheim-Dalsheim. Für das pirschende Klientel, vor allem aber als Gewand für das tiefrote Cuvée, das besonders zum Wildmenü harmoniert, entwarfen wir das schmucke Label, welches der ausdrücklichen Forderung nach einem (Zitat) „modern-traditionellen Layout“ nachkommt.
 
 
AUF MAX SLEVOGTS SPUREN
10|07|18
 
 Wir müssen gestehen: Wir waren selber überrascht, was der berühmte Wahlpfälzer hier in der Palz alles auf die Leinwand brachte: Mit leichtem, spontanen Pinselstrich. "Kaum eine Zigarrenlänge“, wie der Meister selbst die Kürze der Zeit in Worte fasste, in der die impressionistischen Landschaftsbilder entstanden, rund um den Slevogthof über Leinsweiler, in den 10er bis Anfang 30er Jahren. Thema der Nachhilfestunden in Großer Kunst war der neue „Slevogtweg“. Ein Wanderweg, den die Gemeinde Leinsweiler anlässlich des 150. Geburtstages von Max Slevogt jüngst eröffnete. Uns wirde die Ehre zuteil, nicht nur den in diesem Jahr zu feiernden Anlass selbst in Szene zu setzen, sondern auch den neuen Themen-Wanderweg mit informativen Tafeln auszugestalten. Das Besondere an diesem Weg ist die direkte Gegenüberstellung von Werk und Vorbild: Der Wanderer betrachtet Slevogts Malerei genau dort, wo sie entstand, was Phantasie und Realität, Gegenwart und Geschichte auf wunderbare Weise verschmelzen lässt.
Das Erlebnis Slevogtweg über gut 9 Kilometer sei allen empfohlen, die sich auf solcherlei Zeitsprünge und Perspektivenwechsel einzulassen vermögen. (Texte: Dr. Berthold Roland, Dr. Albrecht Müller)
 
 
WILLKOMMEN ALENA!
19|02|18
 
 Personalsache 1:
Die Dame von der IHK inspizierte unseren Laden, fand ihn sicherlich ein wenig unkonventionell, doch hat uns dann nach einigen Tassen Tee bereitwillig die erhoffte Ausbilder-Eignung zugestanden. Nun versuchen wir, unsere Vorschuss-Lorbeeren auch einzulösen: Seit Februar bilden wir eine angehende Mediengestalterin aus. Können und Wissen, wo vorhanden, sollte weitergegeben werden. Genossene Großzügigkeit und geduldige, jahrelang erfahrene Anleitung wollen wir nun unsererseits an den Tag legen und unserer Schülerin gewähren. Alena Poser heißt unsere neue, junge Kollegin, die wir ganz herzlich in unserem Miniteam willkommen heißen.
Alena ist für uns freilich keine völlig Unbekannte. Vor drei Jahren hatte sie bei uns mutig ein kleines Schulpraktikum durchgezogen. Sie hat uns weder durch tagelanges Schweigen verunsichert, noch uns am zweiten Tag erklärt, wie Gestaltung besser geht. Beides schon da gewesen! Stattdessen hat sie Neugier, schwarzen Humor und gute Laune mitgebracht und hier verteilt. Das hat uns so gut gefallen, dass wir ihr damals spontan eine Lehrstelle anboten, worauf sie neulich erfreulicherweise zurückgekommen war. Jetzt kommt sie für die nächsten zwei Jahre mindestens dreimal die Woche, und bereits nach wenigen Tagen kann sie sich so hilfreich in unserem Arbeitsalltag einbringen, dass wir uns fragen, wie wir all die Jahre eigentlich ohne sie auskamen.

Personalsache 2:
Wie viele unserer lieben Kunden, Freunde und Kollegen bereits wissen, wird der Chef vom 3. März bis ca. zum 5. April außer Landes sein. Und zwar in dienstlicher Hinsicht völlig unerreichbar. Alena haben wir unserer lieben Kollegin Ute in Pflege gegeben, dort kann sie dann Sachen lernen, die bei uns ohnehin nur schwer vermittelbar wären: Geplantes Vorgehen, Arbeitsorganisation, strukturiertes Denken, Multitaskingfähigkeit und andere hochkomplizierte Dinge, in denen Frauen die Nase vorn haben. Max Santo wird in Bremen derweil die Stellung halten und für Euch da sein. Mails an keller@kellergestalter werden in dieser Zeit an ihn, und nur an ihn weitergeleitet. Aktuelle Reiseberichte von "Team Südliche Weinstraße“ (siehe vorangegangen Eintrag) werden unter www.niederhorbach.de zu finden sein. Bis zum Monatsende aber arbeiten wir wie gewohnt, auch wenn wir ab sofort keine größeren Sachen mehr annehmen können, sondern möglichst viel von dem abarbeiten wollen, was noch auf unseren Tischen liegt.
 
 
AUF DIE WÜSTE TOUR
29|10|17
 
 Liebe Kunden, Freunde und Kollegen,
nach längerer Pause melden wir uns mit unseren Hausnachrichten wieder mal bei Euch und richten den Blick dauch gleich weit hinein in das kommende Jahr. im März 2018 sind wir dann mal weg. Der eine zumindest. Der Horbacher Kellergestalter. „Wie jetztert?“, wird es Euch nun erstaunt entfahren, „der war doch noch nie weiter als zwei Tankfüllungen weg.“ Eben. Vielleicht muss mal frischer Wind in den Kellerkopf, neue Eindrücke und neue Inspiration. Wie auch immer, Rainer ist im Reisefieber und wird sich deshalb im kommenden März selber in die Wüste schicken. Aber der Reihe nach. Wir müssen da etwas ausholen:

Ein Teilzeit-Horbacher namens Heinz Bormann, im Dorf „der Afrikaner“ genannt, betreibt seit bald 30 Jahren inkognito diverse Hilfsprojekte im westafrikanischen Gambia, wo er auch die meiste Zeit des Jahres verbringt. Er hat dort, ohne viel Dings und Bums und Bla drum zu machen, bereits vier Grundschulen errichtet, eine Krankenstation, eine Bäckerei, eine Schreinerei und eine KFZ-Werkstatt. Ziel ist es, Ausbildung von Kindern und jugendlichen zu ermöglichen, damit die daheim die Chance auf ein gutes Leben haben und nicht sonstwohin flüchten müssen. Finanziert werden diese Projekte von bereits über zwanzig durchgeführten „Rallyes“ von Dresden nach Banjul, Gambias Hauptstadt. „Rallye“ ist insofern etwas irreführend, da es nicht auf Teufel komm raus gilt, möglichst rowdyhaft möglichst viele Hühner auf afrikanischen Sandpisten zu überfahren, sondern ca 50 Gebrauchtwagen über 7500 km zu überführen, und zwar so, dass sie nach der Zieleinfahrt noch einen gewissen Restwert repräsentieren. Denn die Autos werden nach der Ankunft in Banjul versteigert, der Erlös fließt in Heinz Bormanns Projekte. Heinz wird übrigens am kommenden Freitag, 3. November im FestSpielHaus Niederhorbach ab 19.30 über sein deutsch-afrikanisches Doppelleben berichten. Da ist der jetzt schon ganz aufgeregt.

Kellers Nachbar Peter Brunck, Zimmermann von Beruf, hat seinen altgedienten, 15 Jahre alten Mercedesbus gestiftet. Bei uns bereits relativ wertgemindert, kann dem Auto in Afrika ein nochmal so langes zweites Leben als Taxi oder Lastesel mit atemberaubender Ladekapazität bevorstehen. Er kann so eine Existenz sichern und jedenfalls mit seinem Verkaufserlös und der Hilfe von Sponsoren beitragen, die Einrichtung eines Klassenzimmers in der Kobisala Nursery School zu finanzieren. Dies ist jedenfalls das erklärte Niederhorbacher Spendenziel dieser Aktion und macht sie neben einem Abenteuer für große Buben, Autobastler, Roadmoviefans und Fernwehgeplagte eben auch zu einer runden und unterm Strich nützlichen Sache, von der am Ende ein jeder ebbes hat.

Kellers und Bruncks Nachbar Dr. Roland Martin und ich werden am 2. März 2018 in Dresden starten und unser Wüstenschiff über drei Wochen durch Frankreich, Spanien, Marokko, Westsahara, Mauretanien und den Senegal nach Gambia steuern. Als „Team Südliche Weinstraße“ werden wir an den Start gehen und die segensreiche Wirkung von Pfälzer Riesling bis tief in die Sahara hinein loben und preisen und für jeden anschaulich kommunizieren. Mehr über die wüste Tour und die schwarzafrikanischen Hintergründe findet Ihr hier:
www.rallye-dresden-dakar-banjul.com sowie www.dbo-online.org

Wir haben uns vorgenommen, neben dem Autoverkauf Spenden von möglichst vielen Sponsoren beizusteuern. Also liebe Kunden, Freunde und Kollegen der Kellergestalter: Wir sfreuen uns auf Spenden jedweder Höhe. Ab 30 Euro gibt es bei Bedarf eine Spendenbescheinigung, und ab 100 Euro kommt auf Wunsch Ihr/Euer Firmenlogo auf unseren Sternwagen, der bis zum März noch, als Testlauf quasi, auf den südlichen Weinstraßen unterwegs sein wird. Und irgendwie werden wir euch sicherlich auch während der Tour auf dem Laufenden halten, was uns so beim Fahren an Erfahrungen und Widerfahrungen über den Weg läuft.

Hier das Spendenkonto:
Empfänger: Miriquidi goes Africa e.V.
IBAN: DE27120300001018418846  bei Deutsche Kreditbank Berlin
Bei der Überweisung mögen der freundlichen Spender/innen im „Verwendungszweck“ folgendes angeben: Team SÜW und ggf. Name und Adresse die Spendenbescheinigung.

Max Santo wird nach Kräften in der Bremer Außenstelle die Kundenbetreuung und kreative Vertretung übernehmen. Das kann der! Voraussichtlich ab 5. April sitzen wieder beide Kellergestalter frisch und vollgetankt mit Erfahrungen und Eindrücken an ihren Plätzen.
Aber bis dahin ist ja noch ein bissel Zeit, da können wir ja auch noch einige eurer Gestaltungswünsche erfüllen.
 
 
 
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